Die Musik der Natur

Tierische Ton-Arten

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SingzikadeSingzikaden heißen so, obgleich es sich bei ihrem „Gesang“ auch nicht um stimmliche Laute im eigentlichen Sinne handelt. Erzeugt werden ihre Gesänge von einem in der Insektenwelt einmaligen Lautapparat im Leib der Männchen.   Schallplatten aus Chitin, die mittels Muskelkraft blitzschnell wie ein „Knick-Knack“- Spielzeug hin und her gedrückt werden können, sind verantwortlich für die lauten  Locktöne. Deren Schallkraft kann es bei einigen Arten mit Opernsängern ebenso aufnehmen wie mit einem Asphaltmeißel.

Bienen, Hummeln und Hornissen äußern sich gegenüber Artgenossen und Feinden auch durch das mehr oder weniger intensive Summen ihres Flügelschlags. Erst kürzlich entdeckten Würzburger Forscher spannende Neuigkeiten über die Kommunikation der Bienen. Sie machten mit einem speziellen Vibrationsmessgerät Schwingungen hörbar, die durch ein blitzschnelles Trommeln der Bienen mit ihrer Flugmuskulatur auf der Wabenoberfläche entstehen. Diese Instrumentallaute sind je nach Anlass verschieden in ihrer Schwingungsfrequenz, und sie spielen via „Wabentelefon“ eine Schlüsselrolle im Informationsaustausch eines Insektenstaates. „Kluge Brummer?“

Selbst stimmbegabte Tiere verlassen sich im Austausch über Distanzen nicht immer allein auf die Leistungsfähigkeit ihrer Stimmen. Frösche beispielsweise, einige Vögel und auch verschiedene Affenarten  verfügen über mächtige Schallverstärker: Aufblasbare Hautsäcke außen an der Kehle erlauben ein beachtliches Tuning ihrer Stimmkräfte. Jeder, der schon mal neben einem gut besuchten Froschteich zu schlafen versucht hat, kann das bestätigen.

Manchmal sind Tierstimmen für unsere Ohren auch gar nicht ohne technische Hilfsmittel wahrnehmbar. Fledermäuse zum Beispiel geben ihre Ortungslaute im Ultraschallbereich von sich. Und sie kommunizieren auch untereinander zumeist extrem hochfrequent. (Einige nachtaktive, tropische Vogelarten navigieren ebenfalls mit Hilfe sehr hochfrequenter, aber für uns gerade noch hörbarer, Laute in der Dunkelheit.) Das andere Extrem kommt in der Kommunikation zwischen Elefanten vor. Die schweren Dickhäuter tauschen sich über große Entfernungen mittels Infraschallsignalen aus, deren Töne unterhalb von 16 Hertz und damit ebenfalls außerhalb des menschlichen Hörvermögens liegen.

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Singende Zikade