Klangschliff wie vom Wetzstahl

Der Turmfalke (Falco tinnunculus)

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Turmfalken gehören  mit  im Schnitt 35 Zentimetern Körperlänge zu den kleineren Falken. Auffallend lang sind ihre Flügel und die Schwanzfedern. Die Männchen haben einen hellen Kopf und sind am Rücken rostfarben mit dunklen Rauten, der Bauch ist hell. Die Weibchen sind auch am Kopf rostrot und ihre dunklen Gefiederflecken sind kleiner und runder.
Paare bleiben sich mehr als eine Saison treu, wenn sich beide dauernd am angestammten Nistplatz aufhalten oder dort wiedertreffen.

Das Verbreitungsgebiet der Turmfalken schließt ganz Europa ein und reicht bis nach Nordafrika und Ostasien. Ihre Wanderfreudigkeit hängt vom Brutstandort ab. In nördlicheren Breiten, wo die Winter sehr lang und kalt werden, brechen Turmfalken einzeln zur Reise in südlichere Gefilde auf. Je weiter südlich sie den Sommer verbringen, desto geringer wird die Wanderneigung. Viele Südländer unter den Turmfalken bleiben ganzjährig am Brutplatz.

Als typische Kulturfolger sind Turmfalken schon lange an die Nachbarschaft mit Menschen gewöhnt und besiedeln auch in städtischen Ballungsräumen mit Vorliebe Türme. Felswände oder hohe Bäume in kleineren Altholzinseln sind die ursprünglicheren Wohnstätten.

Turmfalken machen  - oft in einiger Entfernung zum Nistplatz – vornehmlich Jagd auf Mäuse. Sie nehmen aber auch Eidechsen, junge Kleinvögel und Käfer und zur Not sogar Regenwürmer. Ihre Technik, Beute auszuspähen, ist kennzeichnend für die Art: Sie rütteln mit diagonaler Körperachse und weit gefächertem Schwanz in der Luft und stoßen dann pfeilschnell auf ihr Ziel herab. Genau genommen sind Turmfalken keine Greife, denn im Unterschied zu diesen packen sie ihre Beute nur mit den Fängen, töten sie aber nicht mit diesen, sondern mit einem gezielten Schnabelbiß.       

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Aufnahme: G.Tembrock
Ort: Mühlenbeck, Brandenburg
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