Klangschliff wie vom Wetzstahl
Der Turmfalke (Falco tinnunculus)
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Die Bestandsentwicklung des Turmfalken ist insgesamt weitgehend stabil, gebietsweise aber stark schwankend. Hauptursachen für Bestandsrückgänge sind in der fortschreitenden Intensivierung und Technisierung in der Landwirtschaft zu finden. Direkte und vermittelte Einflüsse tragen dazu gleichermaßen bei. Weil Falken Mäuse mögen und Mäuse Körner, reichern sich Biozide wie DDT, Rückstände aus quecksilberhaltigem Saatgutbeizmittel und aus nicht auf Zusätze kontrolliertem Importfutter in Mäusen an und belasten so den Organismus der Falken.
Die Folge sind einerseits Rückgänge bei den Mäusepopulationen, die das Futterangebot für die Turmfalken empfindlich betreffen. Und andererseits sorgen die Gifte bei den Falken selbst für geringere Reproduktionserfolge.
Wie in vielen anderen Fällen würde es auch den Falken helfen, wenn wir auf weiter Fläche zu einer kleinteiligen, umweltfreundlichen Landwirtschaft zurückkehrten. Vor allem müssen wir den Biozideinsatz erheblich verringern und dafür sorgen, dass nicht über Importfuttermittel Gifte klammheimlich wieder Einzug halten, die wir längst verbannt glaubten.
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