Die Wildnis ruft im Chor

Der Wolf (Canis lupus)

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Wölfe sind sehr anpassungsfähig, was ihren Lebensraum betrifft. Sie bewohnten einst nicht nur Wälder, sondern vielmehr auch weite, offene Graslandschaften. Von dort wurden sie jedoch erfolgreicher vertrieben als aus ihren letzten Rückzugsgebieten in großen, zusammenhängenden Waldgebieten.

Für die Aufzucht von Nachwuchs bauen Wölfe Höhlen in gut geschützten Arealen ihrer Territorien. In einem Rudel verpaart sich nur das Alpha- Männchen zwischen Ende Januar und Ende März mit dem ranghöchsten Weibchen und bleibt ihr mindestens einen Sommer lang treu, manchmal auch mehrere. Die Welpen jedes Wurfs, sechs oder mehr an der Zahl, bleiben wenigstens zwei Jahre bei dem Elternpaar und erleben so das Heranwachsen neuer Geschwister im folgenden Jahr aktiv mit. Ein Wolfsrudel ist daher immer eine Familie aus lauter Verwandten ersten Grades. Auf dem Speiseplan steht bei Familie Wolf, was Saison und Region zu bieten haben. Das reicht von Fröschen und Fischen, Kleingeflügel, Hasen und Eichhörnchen über Wildschweine, Rehe, auch Schafe und Kälber bis hin zu Elchen, Wapitis und Karibus. Als Beilage darf es vor allem im Sommer auch gern reichlich Obst und Gemüse sein. Auch Wölfe wissen offenbar das Aroma reifer Waldbeeren und zarter Blattgemüse zu schätzen, vor allem, wenn hin und wieder ein knackiger Käfer inbegriffen ist.

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Aufnahme: B. Eitner
Ort: Zoologischer Garten, Nürnberg
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