Elegien im Steigflug
Die Heidelerche (Lullula arborea)
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Heidelerchen stimmen immer dann ein solches Lied an, wenn sie sich im Spiralflug in die Lüfte erheben. An diesem charakteristischen Verhalten kann man sie gut erkennen und zugleich von ihren Verwandten, den Feldlerchen, unterscheiden. Die sind nämlich klare Senkrechtstarter und singen auch anders.
Zu finden sind Heidelerchen in ganz Mitteleuropa. Sie gehören aber zu den eher unregelmäßig verbreiteten und nirgendwo besonders häufig anzutreffenden Singvögeln. Ihr deutscher Name verrät ihre Lieblingslandschaften: offene, locker mit Büschen bestandene Heide- oder Wiesenfluren. Eine Heidelerche ist ungefähr so groß wie ein Sperling. Ihr Gefieder ist unauffällig gelbbraun und cremeweiß. Aus der Nähe sieht man den hellen Streifen über den Augen bis zum Hinterkopf und eine schwarzweiße Zeichnung am Flügelbug.
Die Brutpaare gründen ihren Hausstand im April und Mai am Boden zwischen Grasbüscheln und meist in Sichtweite von Bäumen. Das Nest baut das Weibchen. Während der ungefähr zwei Wochen, die das Weibchen brütet, hält sich das Männchen in der Nähe auf. Die Jungvögel füttern beide im Wechsel.
Lerchenfamilien bleiben meist bis zum Herbst eng beisammen und gesellen sich im August zu größeren Trupps. Dennoch ziehen sie einzeln oder höchstens in kleinen, losen Gruppen in die Winterquartiere in Südfrankreich und Spanien. Aus denen kehren sie Anfang Februar - nicht selten direkt in ihre individuell angestammten Reviere - zurück.
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