Spiel mir das Lied vom Sommer!
Die Feldgrille (Gyrillus campestris)
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Verschiedene Grillenarten zirpen so unterschiedlich, dass sich Artgenossen untereinander daran erkennen können. Die Grillen einer Art zirpen aber zudem auch umso schneller, je wärmer ihnen ist. Einer Grille beim Zirpen nahe zu kommen, ist nur passenden Grillenweibchen erlaubt. Für alle anderen ist es eher schwierig, denn bei der geringsten Erschütterung des Bodens um die heimische Röhre ist sofort Ruhe im Revier.
Feldgrillen sind, ohne Fühler gemessen, ungefähr zwei Zentimeter große, flugunfähige Insekten. Besonders eindrucksvoll an ihrer Gestalt ist ihr großer, runder Kopf mit den langen Antennen. Die Tiere sehen aus wie in glänzend schwarzen Lack getaucht und auf den Flügeldecken mit Gold bestäubt. Die Weibchen haben am Hinterleib einen langen Legestachel, mit dem sie allerdings niemanden stechen, sondern Eier in den etwa 20 Zentimeter langen Bodenröhren ablegen, die die Männchen gebohrt haben.
Feldgrillen sind Sonnenanbeter, die warme Gegenden bevorzugen und dort am liebsten offene Flächen besiedeln, zum Beispiel Heideboden. Sie sind in Nordwestafrika und Mitteleuropa überall zu finden. Allerdings werden die Vorkommen immer seltener, je weiter man nach Norden kommt.
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