Flirten und Fighten im Plauderton
Die Alpendohle (Pyrrhocorax graculus)
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Die schlauen Vögel haben sich als gewiefte Kulturfolger erwiesen und gehören zu den ganz wenigen Arten, die vom Alpentourismus profitieren. Solange sie brüten, was die Paare im Gegensatz zur Balz für sich allein und nicht kolonieweise tun, leben sie eher zurückgezogen. Dabei ernähren sie sich und ihre Jungen von vielen verschiedenen, den Boden bewohnenden Insekten, selten kleinen Wirbeltieren und gelegentlich Aas.
Im Grunde aber sind sie äußerst flexible Allesfresser, die auch gern Früchte, Knospen und Blätter und sogar Flechten mögen.
Zu ihrer Ernährung tragen aber auch Picknickreste und Abfälle sowie die unmittelbare Fütterung an Rastplätzen nicht unwesentlich bei. Im Winter kommen deshalb manche Populationen in die Siedlungen der Täler und spazieren in lockeren Gruppen über die Hauptstraßen mancher Ferienorte. Das geht soweit, dass sie mancherorts gezielt und ausschließlich zur Öffnungszeit touristischer Einrichtungen und Restaurants erscheinen, als könnten sie die Uhr oder Reklameschilder lesen.
Um die Bestände der Alpendohle muß man sich derzeit wenige Sorgen machen, und gezielte Schutzmaßnahmen sind daher auch nicht notwendig.
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