Schwarzer Krächzer mit Redetalent

Der Kolkrabe (Corvus corax)

Englisch: Common Raven
Französisch: Grand Corbeau

Wer den Raben zuhört, wird es seltsam finden, dass die Zoologen sie zu den Singvögeln zählen. Diese Zuordnung bezieht sich denn auch mehr auf die besondere Anatomie des Stimmapparates, die Raben mit anderen Singvögeln gemein haben, als auf ihr sängerisches Talent. Kolkraben sind nicht nur mit Abstand die größten Rabenvögel, sie sind auch - systematisch gesehen - die größten Singvögel.

Trotz fehlender melodiöser Qualitäten der Rabenstimme- die einzigartige Charakteristik und Vielfalt ihrer Lautäußerungen ist fraglos beachtlich. Was die meisten Menschen schon gehört haben, das sind vor allem die Rufe des Raben.
Im Flug gibt er Laute einzeln oder kurz hintereinander wiederholt von sich, die meist wie ein tiefes, kehliges "koark", "grogg" oder "kokk" klingen. Sitzt er auf einem Baum oder schreitet gravitätisch über ein Feld, lässt er dabei oft etwas höhere und weichere "wrru"-Laute hören, die weithin vernehmbar sind. Feldbiologen können einzelne Tiere nach ihren individuellen Lautäußerungen unterscheiden. Jeder Rabe hat sein ganz persönliches Repertoire. Männchen und Weibchen haben zudem noch spezifische Rufe, an denen die Geschlechter erkennbar sind. Weniger geläufig dürfte vielen das sein, was bei Raben als Gesang gilt. Es sind Lautfolgen, die viel leiser vorgetragen werden als die Rufe. Sie klingen wie ein sanftes Geschwätz aus rollenden, knarrenden Lauten, in dem Imitationen verschiedenster Umgebungslaute vorkommen.

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Aufnahme: G. Tembrock
Ort: Zoologische Gärten Halle und Berlin
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