Wohlklingender Faulpelz

Der Kuckuck (Cuculus canorus)

Englisch: Common Cuckoo
Französisch: Coucou gris

Ausgewachsene Kuckucke sind so groß wie Ringeltauben oder Sperber. Mit letzteren können sie äußerlich durch ihr sehr ähnliches Erscheinungsbild leicht verwechselt werden.

Ihr Ruf freilich macht sie augenblicklich unverkennbar. Kuckucksrufe erklingen tagsüber und auch nachts. Die namensgebende Lautfolge ist in den meisten Fällen zweisilbig und die zwei Töne liegen eine kleine Terz nach unten auseinander. Es gibt aber auch dreisilbige Rufer und größere Intervalle zwischen den Tönen. Mit steigendem Hormonspiegel werden auch die Silben mehr und der Rhythmus unregelmäßig. Während der Phase, in der Paarung und Eiablage stattfinden, sind von den Weibchen lautstark rollende Triller zu vernehmen, mitunter auch Laute wie ein intensiver werdendes Gelächter. Von den Männchen kann man das auch hören, allerdings sehr viel seltener und in jedem Fall tiefer als von den Weibchen.

Wenn der Kuckucksruf ertönt, schauen manche Leute rasch in ihre Brieftaschen. Behauptet doch der Aberglaube, man könne dauerhaft vom Besitz des Geldbetrags ausgehen, den dieser Ruf beschreit. Vielleicht wird auch genau darum das Siegel des Gerichtsvollziehers auf den Wertsachen eines Schuldners "Kuckuck" genannt.

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Aufnahme: G. Tembrock und D. Wallschläger
Ort: Mühlenbeck, Brandenburg und Tereldsh, Mongolei
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