Fängt Mäuse, schreit "iäääh", und ist doch keine Katze!
Der Mäusebussard (Buteo buteo)
Englisch: Eurasian Buzzard
Französisch: Buse variable
Seine Leibspeise, Mäuse aller Art, lässt an Katzen denken und auch sein häufigster Ruf ist den Lauten einer Wildkatze nicht unähnlich. Er lebt im Wald und schlägt seine Beute am Boden offener Flächen. Dennoch ist der schöne Greif ganz unzweifelhaft ein Vogel.
Ob im Flug oder im oft stundenlangen Sitz auf Bäumen oder Masten und Pfählen lassen Männchen und Weibchen lang gezogene Laute hören: am Anfang kräftig, wie angestoßen, kontinuierlich leiser werdend und in der Tonhöhe abfallend. Bei den Jungvögeln klingt dieser typische Ruf noch etwas unfertig.
Laute gehören beim Mäusebussard dazu, ob beim Nestbau, bei der Balz im Flug, bei Flugspielen oder auch bei heftigen Auseinandersetzungen um Beute. Sie behalten zwar immer ihren arteigenen Charakter. Aber innerhalb dieser Grenzen sind sie von Tier zu Tier ähnlich variabel wie das Federkleid.
Mäusebussarde sind keine großen Wanderer. Viele ältere Vögel verbringen den Winter in der Nähe ihrer Horste. Andere legen kurze Strecken zurück, aber höchstens bis ans Mittelmeer. Also kann man sie im Norden auch im Herbst und im Winter rufen hören. Wer den katzenartigen Ruf zu hören meint, das Tier aber nicht sehen kann, den foppt womöglich ein bunt gefiederter Stimmenimitator. Der Eichelhäher ist nämlich zu täuschend ähnlichen Imitationen der Rufe eines Mäusebussards fähig.
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