Dschungellaute aus dem Kirschbaum

Der Pirol (Oriolus oriolus)

Englisch: Golden Oriole
Französisch: Loriot d´Europe

Die Stimmen der Pirole sind vielen Menschen geläufiger als ihr Anblick. Das Männchen singt seine exotisch anmutenden Flötenvariationen am lautesten in der Paarungszeit und zur Revierabgrenzung.

Ungefähr 50 Abwandlungen hat ein einzelner Vogel im Repertoire, und er singt sie dazu noch oft in einem gebietstypischen Dialekt. Pirolmännchen geben auch einen leisen, schwätzelnden Gesang von sich, den sie dem Klang nach Wacholderdrosseln abgelauscht haben könnten.

Die Weibchen flöten ebenfalls, wenn auch leiser und meist etwas höher. Schwatzen hingegen ist reine Männersache bei den Pirolen. Ganz speziell variierte Flötentöne sind der Unterhaltung der Partner vorbehalten. Reviergesang ist in den mitteleuropäischen Brutgebieten ab Mai zu hören und von da an bis Ende Juni auch häufig. Herbstgesang ist seltener und leiser.

Wer Phantasie hat, kann aus den melodiösen Flötenstrophen immer wieder einzelne Lautfolgen heraushören, die wie "bülo" klingen. Aus dieser Wahrnehmung scheint die deutsche Bezeichnung "Bülow-Vogel" in manchen Gegenden erklärlich.

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Aufnahme: A. Gnensch
Ort: Rotes Luch, Brandenburg
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